Schlagwort: Psychologie

  • Wertvolle Verbindungen zu anderen „tragen“.

    Wertvolle Verbindungen zu anderen „tragen“.

    Auf der Suche nach Lernbausteinen, zeigt uns Praxis und Forschung, dass wir in Verbindung mit anderen Menschen besser wachsen und lernen können. Dabei stellt sich heraus, dass wir nur einen Teil innerhalb formaler Ausbildungs- oder Entwicklungsprogrammen lernen. Sehen wir uns doch um, wie viele eigene Gelegenheiten wir täglich schaffen können, um Neues zu lernen bzw. Erkenntnisse, Aha-Erlebnisse und Einsichten, Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen zu erlangen.

    Die These dazu: Je wertvoller die Verbindungen sind und dabei prioritären Charakter erlangen, desto erfolgreicher werden wir.

    Solche menschlichen Verbindungen sind getragen von positiver Wertschätzung (unabhängig davon, wie lange die Interaktionen dauern). Merkmale dieser positiven Wertschätzung sind u.a., dass eine andere Person auf uns eingeht und offen ist, an uns glaubt, durch Vitalität uns unterstützt und dass die Prozesse des Miteinander in beide Richtungen gehen. Ein Begriff: „Jemandem tief verbunden sein drückt dies treffend aus.“

    Die Psychologie erklärt das damit, dass unser Denken erweitert wird, wir Wissen rascher aufnehmen können, resilienter und widerstandsfähiger, dabei gleichzeitig unsere Handlungsoptionen erweitern können.

    Wir wissen aber auch, dass konträre Beziehungen uns Sicherheit nehmen, eher zur Abwehr neigen und dadurch zu einer Spirale nach unten führen. Wieder ein Begriff: „Diese Beziehung zieht mich nach unten“.

    Verbindungen durch positive Wertschätzung stärken

    Solche menschlichen Verbindungen sind getragen von positiver Wertschätzung (unabhängig davon, wie lange die Interaktionen dauern). Merkmale dieser positiven Wertschätzung sind u.a., dass eine andere Person auf uns eingeht und offen ist, an uns glaubt, durch Vitalität uns unterstützt und dass die Prozesse des Miteinander in beide Richtungen gehen. Ein Begriff: „Jemandem tief verbunden sein drückt dies treffend aus.“

    Die Psychologie erklärt das damit, dass unser Denken erweitert wird, wir Wissen rascher aufnehmen können, resilienter und widerstandsfähiger, dabei gleichzeitig unsere Handlungsoptionen erweitern können.

    Negative Verbindungen schwächen uns

    Wir wissen aber auch, dass konträre Beziehungen uns Sicherheit nehmen, eher zur Abwehr neigen und dadurch zu einer Spirale nach unten führen. Wieder ein Begriff: „Diese Beziehung zieht mich nach unten“.

    Und nun zum praktischen Teil:

    „Was kann man als Führungsperson bzw. Mitarbeiter:in tun, um wertvolle Beziehungen aufbauen?

    wertvolle Beziehungen aufbauen?

    • Unterstützen Sie sich gegenseitig durch gemeinsame Schwerpunktsetzung.
    • Nehmen Sie sich Themen aus YouTube-Kanälen, sehen Sie sich diese gemeinsam an, diskutieren Sie möglich Learnings.
    • Gestalten Sie solche informellen Weiterbildungen außerhalb offizieller Arbeitszeiten.
    • Entwickeln Sie eigene Lernprogramme bzw. Lehrgänge.
    • Führen Sie kollegiales Coaching ein.
    • Überlegen Sie, welche Kommunikationsformen können Sie nutzen, um Verbesserungen zu erzielen.
    • Durchforsten Sie die Projektdokumentationen. Sind sie in der Quantität noch zu lesen, fokussieren Sie auf Aktualität und echte Lessons Learned?
    • Wer übernimmt die Umfeldanalyse? Wer weiß was, was der Mitbewerber vorhat?
    • Stärken Sie Netzwerke – holen Sie Wissen und Knowhow in Ihr Unternehmen/ Ihre Organisation herein.
    • Nicht zu unterschätzen ist eine bessere Work-Life-Balance.
    • Hinterfragen Sie sich kontinuierlich „Sind wir auf dem richtigen Weg? Haben wir die richtigen Tools, die richtigen Ressourcen auf allen Hierarchieebenen?
    • Suchen Sie bei Remote-MitarbeiterInnen, die kaum persönlichen Kontakt haben, gezielt nach Kommunikationskanälen und Chancen für Wissenstransfer bzw. Wissensaustausch.
    • Fallbezogene Geschichten helfen, den Austausch zu fördern.

    Das waren nur einige Punkte, die dazu beitragen können, die zurückgenommenen Fort- und Weiterbildungsbudgets zu kompensieren. So zeigt sich immer wieder, dass eigeninitiierte Entwicklungen einen hohen Akzeptanzgrad erreichen. Entwickeln ist gut, performen noch besser. Bei dieser Win-Win-Strategie werden qualitativ hochwertige Verbindungen, rückgekoppelt an das Unternehmen/ die Organisation die persönliche Zufriedenheit der Mitarbeiter:innen steigern.

  • Wenn … dann … Denken

    Wenn … dann … Denken

    Wir haben gelernt, in „Wenn…, dann… Beziehungen“ zu denken:
    Wenn mit der Bahn fahren billiger wird, dann benutzen Menschen das Auto“. Ist es so oder ist es umgekehrt?

    Nun kann man sich die Frage stellen: Was wäre, wenn die Menschen, aus welchem Grund auch immer, weniger das Auto nutzen? „Würden sie deswegen mehr mit der Bahn fahren?“

    Ökologisch und ökonomisch hätte das den Vorteil, dass die Bahn mehr ausgelastet wäre, die Fahrpreise könnten billiger werden. Das kann wiederum den Vorteil haben, dass noch mehr Menschen auf die Bahn umsteigen.

    Auch wenn wir es oft nicht erkennen: Zwischen vermeintlicher Ursache und vermeintlicher Wirkung besteht in vielen Fällen kein kausaler Zusammenhang. Die Wirkungen können in beide Richtungen ausschlagen.

    Dem “ Wenn … dann … Denken “ kann man mit einem einfachen Trick auf die Schliche kommen: Das beeinflussende Element gegen das beeinflusste austauschen und überprüfen, ob auch diese Variante plausibel ist.

    Zeigt sich das einfach oder plausibel, dann ist zumindest Zweifel angebracht, ob die Abhängigkeit ein so einfaches “ Wenn … dann …“ ist.

    Bildnachweis: Bild von PIRO4D auf Pixabay