Die Herbergsuche

Ein authentischer Bericht von Johann Hisch, PILGRIM

Das Gebäude des Eb. Knabenseminars in Hollabrunn hatte als rechteckiger Bau mit über 100 m Front (wahrscheinlich mehr) einige lange Gänge, die alle Räume miteinander verbunden haben. Im ersten Stockwerk war die Kapelle als Zentralraum angesiedelt. Rundherum die langen Gänge.
In der Adventzeit hatten wir sehr eindrucksvolle Veranstaltungen (?), die die Klassen- und Seminargemeinschaft intensivierten. Eine davon war die jährliche Herbergsuche:
Am Abend in der zweiten Adventwoche – es war schon dunkel – versammelten sich alle Seminaristen (ca 250) im Gang vor der Kapelle. Stille war geboten.
Da kommen Maria und Josef (gespielt von zwei guten Sängern – wir waren ja nur Buben), tragen eine kleine Marienstatue und mit einer Laterne aus der Kapelle und gingen zu einer der großen Türen.

Poch, poch, poch…
Die Tür geht knarrend auf – und es ertönt die die gesungene Stimme „Wer klopfet an?“ – nach der Melodie des bekannten Weihnachtsliedes.
Die zwei antworten „O zwei gar arme Leut“…
und dann geht die ganze Strophe weiter – bis zu dem Teil „Ei da geht nur fort, ihr kommt nicht rein“. Und die Tür knallt zu.

Maria und Josef auf Herbergssuche by Pixabay

Uns ist ganz mulmig zumute – und tief betroffen gehen wir weiter – zur zweiten großen Tür. Dasselbe Szenario. Und dann zur dritten Tür. Dasselbe Szenario.

Aber: es war schon vorher eingeteilt, in welchem Studierraum die erste echte Station sein sollte, in der die Marienstatue „Herberge“ bekommt.
In diesem Studierraum war schon eine Art Altar vorbereitet, auf der dann die Statue gestellt wurde.
Den ganzen folgenden Tag war wie eine heilige Stimmung, es wurde nur getuschelt, kein lautes Wort – und wir alle waren wie ausgewechselt.
Erst am nächsten Tag wurde in einer kleinen Prozession die Statue in den benachbarten Studierraum getragen, wo es ähnlich herging. Dies ging sich so aus, dass am Ende der Adventzeit, die Statue zu einer gemeinsamen Andacht in die Kapelle getragen wurde.
Viele dieser Adventszenen sind mir heute noch in guter Erinnerung …

Marienstatue. Foto Skulptur by Pixabay

Die entführte Hl. Familie (Weihnachtswitzchen)

Zwei Tage vor dem Heiligen Abend macht der Herr Pfarrer eine Runde durch die Kirche, um nach dem rechten zu sehen … ob alles passt für die Christmetten … er geht auch zur Krippe und glaubt, er träumt: Der Josef fehlt! … Er schaut hin und er schaut her, sucht die Figur bis hin zur Sakristei … sie ist weg … die Frau Mesnerin hat’s auch nicht gefunden und der Pfarrer überlegt, wo er in der Eile einen Ersatz-Josef herbekommt …

Am nächsten Abend noch einmal eine Sicherheitsrunde – und jetzt trifft ihn fast der Schlag: Die Maria ist auch weg!

Jetzt sucht er nicht mehr, sondern legt sich in der Kirche auf die Lauer, denn wenn das Jesuskind auch noch weg kommt, ist es eine Katastrophe … morgen ist Hl. Abend!

Er wartet und wartet …

Plötzlich geht die Kirchentür auf, und – den kennt er ja – einer von den Ministranten, der kleine Fritz … hat einen Zettel in der Hand, geht zur Krippen, schaut sich um, steckt den Zettel in die Krippen und rennt aus der Kirchen raus …

Der Pfarrer liest den Zettel und schüttelt schmunzelnd den Kopf – da steht:

„Liebes Jesuskind, wenn ich zu Weihnachten nicht das neue Handy bekomme, siehst du deine Eltern nie wieder!“


Noch ist Zeit für einen Brief an das Christkind … Stories

1. DIGITAL
Der fobizz Adventskalender 2020.
24 digitale Mikro-Fortbildungen

2. MUSIK
Advent, Advent, Blech exzellent!
Saarländischer Rundfunk Deutsche Radio Philharmonie

3. WISSEN
Adventskalender:
Wissenskarten

1. DIGITAL. Das erwartet Dich im fobizz-Adventkalender.
Link zum 22. Türchen

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Das 22. Türchen der kPH Wien/ Krems

Für den Lehrbereich „Musikerziehung“ haben wir Tipps von gleich 3 ProfessorInnen erhalten:

Prof. Eva Flieder: „Liederfundkiste

Hinter diesem Link verstecken sich Zugänge zu unzähligen traditionellen sowie neuen Liedern für den Bereich Primarstufe bis hin zur Sek 1. Der Download der Noten ist gratis und über die Barcodes gelangt man zu den Einspielungen (kostenfrei über Youtube).

Screenshot der Liederfundkiste

Eine Fundgrube von Prof. Michael Strauß: „Audacity

Zur Bearbeitung von Musik oder dem Erstellen von Hörspielen bietet sich das Programm „Audacity“ an. Es ist kostenlos und ohne Registrierung erhältlich und leicht zu bedienen. Handbücher und Tutorials gibt es jede Menge auf Deutsch und noch mehr und aktuellere auf Englisch.

Zusätzlich haben wir hier ein Erklärvideo von unserem Kollegen Philipp Helmich: Video-Link


2. Musikalischer Mitmachkalender Advent, Advent, Blech exzellent! 
der Deutschen Radio Philharmonie. Link zum 22. Türchen

Musik: Johann Pachelbel – Kanon in D

Hinweise:

  • Jedes Kind benötigt ein Blatt Papier und zwei verschiedenfarbige Malstifte/ Wachsmalkreiden.

Die Kinder werden angeleitet, einen „Faulenzer“ (siehe links) zu malen. Dieses umgangssprachliche Wort steht für das musikalische Symbol „abbreviatura“ (Abkürzung) und bedeutet, dass ein Takt oder eine Figur wiederholt werden soll. Es ist nicht wichtig, dass das „Geheimzeichen“ der Kinder wie das Original aussieht. Es soll nur als Anregung dienen, das Blatt kreativ zu gestalten, ohne in (figurative) Malgewohnheiten zu verfallen.

3. Adventkalender Wissenskarten
Link zum 22. Türchen

Ein Pinguin im Glitterglas

Weißt du, warum ich die Advents- und Weihnachtszeit so sehr mag? – Aus ganz, ganz vielen Gründen natürlich… aber auch, weil dann immer alles so schön glänzt, glittert, funkelt und leuchtet.Und auch wenn die Erwachsenen manchmal sagen: „Das ist aber kitschig!“ – dann finde ich das trotzdem schön!

Foto: Pinguine Open-Clipart-Vectors by Pixabay

Ich glaube, Kinder haben eben einen ganz anderen Geschmack als die Erwachsenen. Die sagen ja auch immer. „Alles muss Ton in Ton sein!“ Das bedeutet so viel wie: Man darf nicht alle Farben benutzen, wenn man etwas malt oder bastelt, sondern du darfst eben nur ganz bestimmte Farben verwenden, die nach dem Geschmack der Erwachsenen zusammen passen.

Quelle: © Medienwerkstatt Mühlacker 2005/2006 Weiterlesen: Link