Der Krampus im Volkskunde-Museum Wien

Krampus-Grußkarte von Mela Köhler für die Wiener Werkstätte, 1911

Alles Wissenwerte über den Krampus-Brauch von der Entstehung bis heute erzählt uns das Volkskunde-Museum Wien.


1. DIGITAL
Der fobizz Adventskalender 2020.
24 digitale Mikro-Fortbildungen
2. MUSIK
Advent, Advent, Blech exzellent!
Saarländischer Rundfunk Deutsche Radio Philharmonie

3. WISSEN
Adventskalender:
Wissenskarten
Ein besonderer Advent

1. DIGITAL. Das erwartet Dich im fobizz-Adventkalender.
Link zum 5. Türchen

Interaktive Übungen und Lernspiele

Ein Erklärvideo vom Klimawandel hilft Dir. Achte darafu, dass das Video immer wieder mit Fragen unterbrochen wird.

Erstelle eine eigene LearningApp.
Wenn du möchtest, kannst du im Anschluss eine Klasse anlegen und die erstellte App für die Klasse freigeben.

Teile deine LearningApp gerne mit uns und anderen Lehrkräften auf Twitter oder Instagram. Verwende dazu den Hashtag #fobizzadventskalender! 🙌  Wir sind schon gespannt, für welches App-Format du dich entscheidest!


5. Türchen
Mentimeter ist für kurze Umfragen, Quizze oder zum Brainstormen gut geeignet. Die Gratisversion ist eingeschränkt, reicht aber für die meisten Zwecke. Gratis einen Account anlegen und im Handumdrehen ein „menti“ erstellen. Schüler*innen können mitmachen, in dem sie mit Handy/Tablet oder Laptop www.menti.com eintippen und einen generierten Code eingeben. Das Beispiel von Kollegen Michael Holzmayer. Jasmina Orthofer fasst die Punkte nochmals in ihrem Erklärvideo zusammen.

Das schaffen alle! Für alle Fächer und Themen geeignet. Ein Alternativ-Tool mit ähnlichen Funktionen ist Slido, Slido auf Facebook.


2. Musikalischer Mitmachkalender Advent, Advent, Blech exzellent! 
der Deutschen Radio Philharmonie. Link zum 5. Türchen

Musik: Martins Special I & II: Tablepercussion

Hinweis: 

  • Bitte geben Sie den Kindern diese Folge als Hausaufgabe für das Wochenende auf.
  • Am Montag wird das Geübte gemeinsam mit den Blechbläsern musiziert.


3. Adventkalender Wissenskarten
Link zum 5. Türchen
Quelle: © Medienwerkstatt Mühlacker 2005/2006

Die Degus Forrest Gump und James Bond oder Tiere als Weihnachtsgeschenk

Weißt du, was ich mir zu Weihnachten wünsche? – Dumme Frage eigentlich, woher sollst du das wissen!
Na ja, ich wünsche mir das, was ich mir auch schon im letzten Jahr gewünscht habe, und im Jahr vorher auch … und davor auch schon … ein Haustier!
Aber bei diesem Wunsch wird es wohl auch bleiben, denn ich werde wohl kein Haustier zum Weihnachtsfest bekommen. Wie in vielen anderen Familien auch, ist es bei uns zu Hause aus den verschiedensten Gründen nicht möglich, ein Haustier zu halten. Deshalb gehe ich oft meine Freundin Jennifer besuchen, denn sie hat mehrere Haustiere. Am liebsten schaue ich mir immer ihre beiden Degus an, denen sie sehr lustige Namen gegeben hat. Als Jennifer sie mit ihrer Mutter aus dem Tierheim geholt hat, nannte sie die beiden niedlichen Tiere: Forrest Gump und James Bond. (Link)

Papas Parfüm – Es duftet so nach … Papa.
Krampus-Nikolausgeschichte

Wie bitte! Das kann doch gar nicht sein.

Erstaunt starrte Paula den Nikolaus an. Moment mal. Der alte Mann mit dem schlohweißen Rauschebart, der rauen Stimme und dem roten Kapuzenmantel, der roch genauso wie Papa.

Ja, Paula war sich ganz sicher. Das war doch dieses neue Parfüm, das Mama ihm zum ersten Advent geschenkt hatte. „Hero“ hieß es.

Papa hatte beim Auspacken neckisch die Augenbrauen hochgezogen – „So so, ‚Hero‘“ – und Mama hatte sehr verschmitzt geguckt. Ein bisschen so, als sei sie frisch verliebt: „Na, das passt doch, mein … Hero, mein Held.“

Also so was. Das war doch … Da kam dieser … dieser komische Nikolaus einfach durch den Kamin, ging ins Bad und bediente sich vor der Bescherung heimlich an Papas neuem Parfüm. Was für eine Dreistigkeit!

Und eines war klar: Er hatte bestimmt nicht gefragt. Konnte er ja gar nicht. Denn Papa war noch im Büro. Mama hatte vorhin ganz traurig geklungen, als sie sich am Telefon verabschiedete. Sie hatte den Hörer aufgelegt und dann gesagt: „Och, wie schade. Du, Paula, Papa muss noch arbeiten, er kann leider nicht dabei sein, wenn der Nikolaus kommt. Wie blöd!“

Tja, und dann so was. Da nutzte dieser rote Heini die Gelegenheit, dass Papa nicht zuhause war, und benutzte verbotenerweise sein Parfüm. Obwohl das doch so teuer gewesen war. Ja, als Papa seine kleine Paula am ersten Advent aufgefordert hatte, den neuen Duft doch selbst mal auszuprobieren, hatte diese gleich fröhlich losgesprüht – Parfüm aufs Handgelenk, auf den Hals, auf die Füße, auf die Barbie, auf Ken – woraufhin Mama mahnend gerufen hatte: „Paula, nicht so viel. Es reicht. Da kostet jeder Tropfen ein kleines Vermögen. Das ist nur für Papa. Ab jetzt darf da keiner mehr ran. Verstanden?“

Ja, Paula hatte verstanden. Aber der hier nicht, der Nikolaus. Dieser … dieser Kleinkriminelle. Dieser Duft-Dieb. Der stand da ganz scheinheilig vor dem Kamin, holte Apfel und Nuss und Mandelkern aus seinem Jutesack und tat so als wäre nichts. Dabei war sein Frevel, sein Vergehen im ganzen Zimmer zu riechen.

So was … kleine Süßigkeiten verschenken und selbst Parfüm klauen.

Paula musste schlucken. Vielleicht tat sie dem Nikolaus ja Unrecht. Vielleicht hatte der einfach genau das gleiche Parfüm von seiner Frau geschenkt bekommen. Nee. Der Nikolaus hat doch keine Frau. Oder doch? Nicola? Nikolausine? Nein, ganz bestimmt nicht.

Und wenn er sich das Parfüm selbst gekauft hatte? Auch nicht. Auf gar keinen Fall. Der Nikolaus hielt doch nicht einfach mit seinem Rentierschlitten bei „Douglas“ und ließ sich neuste Duftkreationen vorführen. Und wenn, dann hätten das die Zeitungen garantiert berichtet: „Nikolaus kauft ‚Hero‘-Parfüm.“ Es musste eine andere Erklärung geben.

Bestimmt hatte der Nikolaus, als er bei ihnen angekommen war, nur mal schnell aufs Klo gemusst. Klar, nach der vielen Rumfliegerei in der Kälte. Dem ewigen Sitzen in Bärenfellen. Nach all den endlosen Ho-ho-hos und der Kaminkletterei … da hatte er in ihrem Bad das Parfüm gesehen und sich gedacht: „Ich möchte auch mal wie ein Held riechen. Nur einmal im Leben.“ Ja, so war das passiert.

Auf einmal tat Paula der Nikolaus leid. Unendlich leid. Dieser arme Mann. Immer unterwegs. Den ganzen Tag Geschenke verteilen. Keine Frau zu Hause. Kein Parfüm. Keine eigenen Kinder. Kein Wunder, dass er, dieses Vorbild an Anstand und Ordnung, in ihrem Bad die Nerven verloren hatte. Er war vor lauter Verzweiflung, vor lauter Sehnsucht nach Wohlgeruch über die Stränge geschlagen. Aber bestimmt nicht aus Bösartigkeit, sondern nur wegen der Umstände. Und wahrscheinlich hatte er auch eine schwere Kindheit gehabt.

Paula sprang auf, hörte ihre Mutter rufen „Wo willst du denn hin?“, aber da war sie schon in der Küche. Schnell holte sie aus der Werkzeugkiste neben der Spülmaschine den Hammer und rannte die Treppe hoch in ihr Zimmer.

Wo war es nur? Genau, da, auf dem Regal neben der Playmobil-Schloss. Das Sparschwein. Mit einem Schlag zertrümmerte Paula die Porzellan-Sau und klaubte die Münzen aus den Scherben. Das waren – eilig zählte sie – ungefähr 11 Euro 30. Bekam man dafür ein Parfüm? Einen Flakon „Hero“? Egal. Sie musste wieder runter, bevor der Nikolaus weiterfuhr.

Im Flur tönte es schon laut: „Ho-ho, ho-ho. Hast du deine Blockflöte geholt, um mir etwas vorzuspielen, kleine Paula?“

Paula schüttelte den Kopf. Biss sich auf die Lippen. Leise sagte sie: „Ich weiß, was du gemacht hast, lieber Nikolaus. Aber das ist nicht schlimm. Du warst halt auch mal nicht artig. Das kann jedem passieren.“

Flüsternd fügte sie hinzu: „Mach dir keine Sorgen. Ich sag es keinem. Also, dass du heimlich das neue, teure Parfüm von meinem Papa benutzt hast. Und die Adventszeit ist doch eine Zeit, wo man vergeben soll. Weil Gott bald auf die Erde kommt.“

Sie drückte dem Nikolaus die Münzen in die Hand: „Hier. Nimm. Mit dem Geld kannst du einen Engel losschicken, der dir das Gleiche kauft. Es heißt ‚Hero‘ und duftet wirklich ganz toll.“ Sie grinste. „Aber das weißt du ja schon. Und verrat es bitte nicht meinem Papa. Der hat nämlich gesagt: Mein Erspartes darf ich nur für was ganz, ganz Wichtiges ausgeben. Also nicht für Süßigkeiten oder Comic-Hefte oder so. Aber, es ist doch wichtig, dass der Nikolaus auch einmal wie ein ‚Hero‘ riecht. Oder nicht? Nikolaus? Du weinst doch nicht etwa?“

Der Nikolaus nahm Paula in die Arme. Etwas zu fest, fand sie. Sie sollte sich doch nicht von fremden Männern in den Arm nehmen lassen. Obwohl: Das war ja der Nikolaus. Und er duftete so sehr nach Papa.


Für alle Filmfreunde

Am 5.12.1890 wird Fritz Lang in Wien geboren. Es beginnt eine atemberaubende Karriere, die ihn bis nach Hollywood führt. Link zum Interview und den Filmen.