Stille Nacht – Heilige Nacht

Wir schreiben das Jahr 1818 in Oberndorf in Salzburg. Es ist Weihnachtszeit, ein bitterkalter Winter, so steht es in der Chronik. Drückende Armut macht den Leuten im Dorf schwer zu schaffen.

Der Hilfspfarrer der St. Nikolaus-Kirche, Joseph Mohr, überreicht dem Organisten und Dorflehrer, Franz Xaver Gruber, ein paar Zeilen, die er schon vor zwei Jahren geschrieben hat: Stille Nacht – Heilige Nacht. Er hat die Hoffnung, dass Gruber dazu eine passende Melodie komponieren kann.

Noch am selben Tag komponiert Gruber die ewigen Noten. Pfarrer Joseph Mohr ist so begeistert, dass er das Lied schon in der Christmette aufführen will. Da die Mäuse den Blasebalg der Orgel anknabberten, spielt Franz Xaver Gruber das Lied vor der Krippe, mit seiner Gitarre, die es heute noch gibt, und dem Chor der Schulkinder.

Das Lied verbreitet sich aus dem Tal heraus sehr rasch in die ganze Welt. Bereits 12 Jahre später, 1830 erklingt es in New York. Heute, 200 Jahre später, singen das Lied zwei Milliarden Menschen in über 300 Sprachen und Dialekten. Seit 2011 ist das Lied UNESCO-Weltkulturerbe!


Weihnachten in München, eigene Bilder, 2019

Weihnachtsgeschichten zum Vorlesen

Das Lukas-Evangelium

In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen.

So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.

In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.

Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.

Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Bethlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ. So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten. Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.

Altes AKH 2019. Foto by Paul Kral

Weihnachten

Liebe läutend zeiht durch Kerzenhelle,
Mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit,
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
Schöne Blumen der Vergangenheit.
Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
Und das alte Lied von Gott und Christ
Bebt durch Seelen und verkündet leise,
Dass die kleinste Welt die größte ist.

(Joachim Ringelnatz)

Weitere Weihnachtsgeschichten zum Downloaden


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Musik: Johann S. Bach – „Jesus bleibet meine Freude”

Hinweis: (falls Sie die Folge nach den Ferien anschauen):

  • Dies ist eine Folge zum reinen Zuhören. Die Kinder dürfen es sich bequem machen.

3. Adventkalender Wissenskarten
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Weihnachten und Neujahr in Griechenland

Hallo, mein Name ist Philippos! Für mich ist der 24. Dezember ein ganz besonderer Tag!

Klar werdet ihr jetzt sagen, das ist er doch für jedes Kind! Schließlich wartet ihr doch jetzt alle ebenso gespannt auf die bevorstehende Bescherung wie ich! Damit habt ihr natürlich vollkommen recht, aber für mich ist der Heilige Abend ein so toller Tag, weil ich am 24. Dezember geboren bin. Und Geburtstag und Weihnachten an einem Tag – dieses Glück hat eben nicht jeder!

Deshalb wollte ich auch unbedingt die Wissenskarte für diesen Tag gestalten. Weiterlesen: Link

Quelle: © Medienwerkstatt Mühlacker 2005/2006